Home / Blog / 

SVP schlägt unter die Gürtellinie

Heute kann man in der NLZ einen kurzen Text lesen, gemäss dem die SVP Kanton Luzern unseren Ständerat Konrad Graber in heftiger Weise angreift. Als ich gestern die Anfrage der Zeitung erhiehlt sah ich den Medientext - dieser ist auf der Homepage der SVP publiziert - und auch das geplante Inserat. Letzteres ist offenbar noch nicht geschaltet worden. Und da reibt man sich schon zweimal die Augen: Ein Nationalrat Josef Kunz gibt sich hin und lässt an Unsachlichkeit wirklich nicht mehr zu überbietende Anschuldigungen streuen: "Knecht der Hochfinanz", "Seele an die Lobbys verkauft", "profilloser Blender" liest man da. Konrad Graber würde nur Mandate sammeln und betreibe offen Machtpolitik.


Wahlkampf auf sehr tiefem Niveau

Wer nur einigermassen nachdenken kann fragt sich, was VR Mandate bei Emmi, CSS oder VBL mit Hochfinanz zu tun haben. Wenn er dann noch weiss, dass Konrad Graber diese Mandate schon hatte, bevor er Ständerat wurde und keine mehr dazu gekommen sind, dann wird klar, um was es der SVP geht: Wahlkampf! Leider auf einem sehr sehr tiefen Niveau. Ich wünschte mir, Josef Kunz müsste seine Behauptungen Konrad Graber unter vier Augen ins Gesicht sagen, ich bin mir sicher, er bekäme vor Scham einen hochroten Kopf.

 

Die Mimosen schlagen zurück

Im Kanton Luzern schenken sich die Parteien bekanntermassen nichts, eine gewisse Schärfe in der Rhetorik gehört dazu (auch in diesem Beitrag). Deshalb wissen wir, dass die SVP auf Aussagen von uns besonders sensibel reagiert. Die gleichen Herren, welche hinter dieser Medienmitteilung und hinter dem geplanten Inserat stecken, haben sich auch schon mimosenhaft aufgeregt über meine Seitenhiebe auf die SVP - nachzulesen in irgendeiner Ausgabe des SVP Parteiblattes im Jahre 2009. Ich rate ihnen deshalb, dort wieder mal nachzuschauen, was man der CVP und mir persönlich vorwarf und sich dann die Frage zu stellen, ob das, was man hier jetzt macht, den eigenen dort aufgestellten Massstäben genügt.

 

Das Problem der SVP

Die SVP Kanton Luzern hat ein Problem, und das heisst CVP. Sie ist im nationalen Durschnitt im Kanton Luzern schwach. An den letzten kantonalen Wahlen gelang es ihr gerade noch rund 18 % Wähleranteile zu gewinnen. Sie fliegt aus der Regierung, weil sie keine Personen mit Regierungsratsformat hat. Wenn nicht die Bundespartei dafür sorgen würde, dass die Leute an die Urne gehen, dann wäre die SVP im Kanton keine Partei von Relevanz. Was in anderen Kantonen möglich war, schaffen sie in Luzern nicht. Die Position der CVP als klar stärkste Partei wankt nicht.

 

Toooooor!  - auch wenn es ein Eigengoal ist

Die SVP beisst sich an uns die Zähne aus. Und mit jedem erfolglosen Angriff verlieren sie ein paar Zähne. So auch bei der Attacke auf Konrad Graber. Damit so etwas erfolgreich ist, muss der Angegriffene "Schlagseite" haben. Und das hat unser Ständerat halt nicht. Die Attacke erweist sich dann als Rohrkrepierer oder gar als Eigengoal.

Da kann man der SVP nur zurufen: Macht weiter so, bis ihr definitiv zahnlos seid!

Einen Kommentar schreiben
Name *
Website
* Pflichtfelder
Bauer Medien AG